Kleine Schützin ganz groß

Böllerschützen werben um Nachwuchs
Der Zimmerstutzenverein Troschenreuth lud zu einer Infoveranstaltung rund um das Böllerschießen ins Schützenheim ein. Rund 20 Interessierte folgten der Einladung. Weniger als erhofft, dafür mit einem bemerkenswerten Trend: Auffällig viele Frauen nutzten die Gelegenheit, sich über das traditionsreiche Brauchtum zu informieren. Die aktiven Böllerschützen des Vereins standen für Fragen bereit. Die Besucher konnten verschiedene Böllergeräte aus nächster Nähe betrachten und sogar selbst in die Hand nehmen. Dabei sorgte insbesondere ein imposanter Standböller mit 90 Millimeter Bohrung, ausgelegt für bis zu 400 Gramm Böllerpulver, für staunende Gesichter. Ebenso überraschend für viele Gäste war die Bedeutung der heiligen Barbara als Schutzpatronin. Ein Aspekt, der die tief verwurzelte Tradition des Böllerschießens unterstreicht.

Lautstark ins neue Jahr gestartet
Mit einem lautstarken und traditionsreichen Brauch hat Troschenreuth das neue Jahr begrüßt. Wie in jedem Jahr trafen sich am Neujahrstag zahlreiche Einwohner und Gäste am Dorfbrunnen, um sich gegenseitig die besten Wünsche für das kommende Jahr zu übermitteln. Nach altem Volksglauben sollen die kraftvollen Schüsse der Böller böse Geister vertreiben und so für einen guten Start ins neue Jahr sorgen. Begleitet von den Klängen der Feuerwehrkapelle Troschenreuth formierte sich ein Fackelzug am Schützenheim, der feierlich zum Dorfbrunnen zog. Ein erfreulich großer Anteil der Jugend des Vereins marschierte mit – ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit und die lebendige Vereinskultur in Troschenreuth.

