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Jugendfeuerwehren beweisen ihr Können

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Ausnahmezustand in Troschenreuth. Den ganzen Tag über dröhnten immer wieder die Sondersignalanlagen der Feuerwehr durch den Ort. Doch die Troschenreuther Bürger konnten ganz entspannt die Geschehen verfolgen, den die Mädchen und Jungs der Jugendfeuerwehren aus Schnabelwaid und Troschenreuth hatten die Einsatzlagen jeweils schnell im Griff. Denn die zahlreichen Einsätze waren nur Übungen, die die Jugendlichen 24 Stunden im Rahmen eines "Berufsfeuerwehrtages" vor Herausforderungen stellten.

Wie auf einer Berufsfeuerwehrwache verbrachten die Jugendfeuerwehrleute 24 Stunden im Feuerwehrhaus Troschenreuth mit Fahrzeugkunde, Ausbildung und Einsatzübungen. Aber natürlich kamen auch Spaß und Kameradschaft nicht zu kurz. Die Jugendfeuerwehrwarte der Feuerwehren Troschenreuth und Schnabelwaid hatten den Berufsfeuerwehrtag detailliert vorbereitet. Sechs Betreuer und weitere Helfer begleiteten die Jugendlichen durch den Tag, der ihnen, nicht nur durch die Hitze, alles abverlangte. Bei den Einsätzen konnten und mussten die Nachwuchskräfte ihr ganzes Wissen und Können abrufen, die Geräte bedienen, löschen, suchen und retten. Denn die vorbereiteten Schadenslagen waren nicht ohne. So war zunächst ein in einem Fahrzeug eingeklemmter Dummy mittels Schere und Spreizer zu retten und ein Kleintier vom Baum zu holen. Der Jugendfeuerwehr standen dabei alle Fahrzeuge und Geräte der Troschenreuther Feuerwehr zur Verfügung. Erfahrene Maschinisten und Gruppenführer der beiden Wehren unterstützten bei Bedarf, doch der erfolgreiche Abschluss der Einsatzgeschehen lag ganz in den Händen der Jugendlichen.

Zahlreiche Schnabelwaider Bürger beobachteten die jungen Feuerwehrleute beim Retten einer Person aus dem verqualmten Obergeschoss des Bürgerhauses. Hier kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Pegnitz zum Einsatz. Am Abend fanden Passanten einen verunglückten Bauarbeiter, der unter einer schweren Last eingeklemmt war. Dieser Einsatz war gerade erfolgreich beendet, da kam die Meldung von einem Flächenbrand, der gelöscht werden musste. Mitten in der Nacht wurde dann eine Person in schwierigem Gelände vermisst. Doch kaum waren die Jungs und Mädels erschöpft wieder auf ihre Feldbetten gesunken, drang Rauch aus einer Maschinenhalle. Die Übungsszenarien waren so realistisch wie möglich vorbereitet, lediglich auf richtiges Feuer musste aufgrund der großen Trockenheit verzichtet werden.

Hinter dem "Berufsfeuerwehrtag" stand die Idee, die Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren zu stärken, die Kameradschaft unter den Jugendlichen zu fördern und natürlich auch die Hoffnung, weitere Nachwuchskräfte für den Feuerwehrdienst zu interessieren. Denn der ist interessant, sinnvoll und abwechslungsreich.

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