Die Pfarrkirche St. Martin in Troschenreuth bot einen festlichen und voll besetzten Rahmen für einen besonderen Meilenstein im Leben von 58 Jugendlichen. Mädchen und Jungen aus insgesamt sechs Pfarreien empfingen dort durch den emeritierten Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick das Sakrament der Firmung.
Der Gong ertönt, Einsatzbefehle hallen durch die Fahrzeughalle und Sekunden später rücken die Löschfahrzeuge aus: Für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Troschenreuth stand am letzten Ferienwochenende der Ernstfall auf dem Stundenplan. Im Rahmen eines 24-stündigen „Berufsfeuerwehrtages“ schlüpften acht Nachwuchskräfte im Alter von 12 bis 17 Jahren in die Rolle hauptamtlicher Brandbekämpfer, inklusive Schichtbetrieb, Alarmbereitschaft und anspruchsvollen Übungsszenarien rund um die Uhr.
Rund 1.600 Besucher kamen an den drei Veranstaltungstagen zum „Giga Open Air“ des FC Troschenreuth. Die Spitzenwerte der Vor-Corona-Jahre mit bis zu 1.000 Gästen pro Abend wurden zwar nicht erreicht. Diese Entwicklung ist jedoch auch bei vielen anderen Veranstaltungen zu beobachten. Der FC Troschenreuth zeigte sich deshalb mit dem Verlauf des Wochenendes und der Resonanz der Besucher zufrieden.
Mit Applaus und großer Erleichterung sind die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth am Gerätehaus empfangen worden. Zahlreiche Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bereiteten Martin Dürtler und Marco Bößl einen gebührenden Empfang, nachdem sie im Rahmen des „Bayerischen Fähigkeitsmoduls“ mehrere Tage lang bei einem verheerenden Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern im Löscheinsatz waren. Daniel Kohlmann und Christian Seyß, die den Einsatz vor gut einer Woche begonnen hatten, waren von den beiden am Wochenende abgelöst worden. Auch ihnen galt der Dank und die Anerkennung der Kameraden.
Bei bestem Festwetter hat Troschenreuth seine traditionelle Sommerkirwa gefeiert, das erste von gleich zwei Kirchweihfesten, die sich das Dorf im Jahresverlauf leistet, gefolgt vom Martinsfest im Herbst. Das Festwochenende startete mit Muskelkraft: Die starken Männer des Dorfes legten den Troschenreuther „Mehrzweckbaum“ – der über mehrere Jahre sowohl als Mai- als auch als Kirwabaum dient – mithilfe von Schwalben um, versahen ihn mit einer Wetterfahne und stellten ihn gekonnt wieder auf. Da der Platz um den großen Baum nicht zum Tanzen ausreicht, stellte die Kirwajugend traditionell einen zweiten, kleineren Kirwabaum auf. Am Abend heizte Alleinunterhalter „Der Versumpfte“ den Gästen ein. Als später Regen einsetzte, feierte die Gesellschaft kurzerhand im Gasthaus „Zum Roten Ochsen“ weiter.